Freitag, 8. August 2008

Diesmal aus Vancouver

Hallo Leute!

Kurzes Update: Doris und ich sind gerade in Vancouver - liebe Gruesse also aus Kanada! Ich hab nicht viel Zeit, weil irgendwie 7 Leute mit diesem Laptop ins Internet wollen, aber ich kann ja ganz schnell schreiben, dass wir noch bis uebermorgen hier bleiben und dann mit dem Greyhound-Bus zurueck nach Seattle fahren. Dort beziehen wir dann noch ein Hostel auf einer Insel fuer drei Tage. Anschliessend wieder ins Flugzeug und zurueck nach Morgantown wo dann die Uni beginnt. Und um ehrlich zu sein - darauf freuen wir uns richtig!

Vancouver ist uebrigens eine recht nette Stadt, aber Seattle ... Seattle ist toll! Einen genaueren Bericht und Fotos gibt's, sobald ich wieder zuhause bei meinem Laptop angekommen bin!

Montag, 4. August 2008

Westküste, wir kommen!

Hey, ich muss mich für die nächsten paar Tage abmelden. Wir haben heute nämlich einen Flug gebucht, der uns morgen (ja, morgen) nach Seattle bringt. Lastminute ist cool ;)

Für morgen haben wir auf couchsurfing.com jemanden gefunden, der uns seine Couch zur Verfügung stellt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es wird - die Kamera kommt natürlich mit und ihr dürft euch jetzt schon auf Fotos freuen. Unter anderem vom Pazifik! Also bis dann!

Die West Virginia University


Ich bin beeindruckt. Die WVU ist - wie so vieles anderes in den USA - sehr groß. Das fällt besonders auf, da Morgantown grundsätzlich nur eine kleine Stadt ist. Erst während des Semesters, wenn jeder zweite Einwohner ein Student ist, ist hier wirklich was los. Das heißt aber weiters, dass sich fast alles hier um die Universität dreht. Man findet kaum einen Platz, an dem man das WVU-Logo nicht erspähen würde.


Die Universität ist schon über hundert Jahre alt und hat dementprechend auch ältere Gebäude die sehr gut gepflegt und in Schuss gehalten werden. Überhaupt ist Morgantown eine Boom-Town und der Jobmoter in der Gegend.

Aber natürlich gibts auch neue Gebäude, wie hier das Life-Science-Building.



Eine Spezialität der WVU ist das Sport-Angebot. So steht den Studierende das "Recreation Center" gratis zur Verfügung. Da drin gibts: Ein Hallenbad, einige Turnsäle, eine Laufstrecke, eine beeindruckende Kletterwand und ein großes Fitnesscenter. Sobald ich selbst einen Studentenausweis habe und rein darf - gibts noch ein extra Post über das Rec-Center.



Und was ich auch noch unbedingt vorstellen muss ist der PRT - der Personal Rapid Train. Seit den 60er Jahren gibt es nämlich in Morgantown ein einzigartiges System für den öffentlichen Verkehr: kleine "Busse" ohne Fahrer, die auf einer eigenen Bahn quer durch Morgantown pendeln. Und heute werden wir das auch zum ersten Mal ausprobieren!

Auf gehts, ab gehts ... drei Stunden fahrn!

Eric's Familie lebt in der Nähe von Washington D.C. im State Virginia. Die West Virginia University liegt davon ca. 3 Stunden mit dem Auto entfernt. Aufgrund eines riesigen Staus brauchten wir leider eine Stunde länger, aber mit der obligatorischen Klimaanlage war das auch nicht weiter schlimm. Und ich hatte genug Zeit mir ein paar Gedanken über den Autoverkehr zu machen. Der ist nämlich IRRE in den Staaten. Die Autos sind unglaublich groß und der Großteil fährt einen SUV. Um noch einen Vergleich zu geben: ein BMW X5 zählt hier zu den eher durchschnittlichen Autos, auf keinen Fall zu den großen.

Aber wurscht - nach der Fahrt kamen wir in Morgantown an - der Heimatstadt der WVU. Und dann bezogen wir unsere Wohnung. Und wir waren wirklich überwältigt. Wir bewohnen zu dritt ca. 100 m² im dritten Stock, haben zwei Schlafzimmer zwei Badezimmer und eine Wohnküche. Und eine Veranda. Also ziemlich cool. Cool auch im Sinne der Temperatur weil natürlich haben wir auch eine Klimaanlage. Hier mal ein Foto von der Küche:


Und auf der anderen Seite die Couch mit Fernseher und einer tollen Aussicht.


Mit dieser Wohnung haben wir sicherlich das große Los gezogen. Die Uni ist zwar ein paar Kilometer entfernt, aber mit dem Rad ist die Hinfahrt kein Problem - zurück wirds dann zwar ein bisschen steil, weil wir auf dem Gipfel eines Hügel wohnen. Aber das schaffen wir auch noch.

Samstag, 2. August 2008

Washington D.C.

Wir haben ein großes Glück, dass wir zu Beginn bei Eric's Familie sein dürfen. Gestern hat uns Chris - sein Vater - ein bisschen herum gefahren um uns die Gegend zu zeigen. Zu Beginn fuhren wir zu den Great Falls, einer ziemlich beeindruckenden Wasserfall-Landschaft am Potomac River. Hier zwei Fotos:
Danach gings den Potomac River entlang nach Washington D.C.. Diese Stadt ist keine typische amerikanische Großstadt, da kein Gebäude höher sein darf als das Kapitol und somit die Wolkenkratzer fehlen.

Wir waren am Freitag Nachmittag in der Stadt und es war entsprechend viel auf den Straßen los. Bei einem kurzen Stop in der Nähe der Pennsylvania Avenue haben wir das White House gesehen. Und zwar von hinten.

Und dann gings weiter bei einer richtig amerikanischen Sightseeing-Tour - im klimatisierten Auto und immer wenn eine Sehenswürdigkeit daherkam kurz stehenbleiben, Fenster runter, Foto knips - und weiter gings. Auf diese Weise sahen wir:

Das Kapitol


Das Pentagon

Das Washington Monument



Am Abend gab es dann noch Real American Roast Beef mit unglaublich vielen Steaksaucen - mmhh. Im Gegenzug hab ich Eric's Familie eingeladen mal zu uns zum Essen zu kommen. Vielleicht mach ich Wiener Schnitzel - das kennen die nämlich gar nicht!

Jetzt sind wir übrigens schon wieder am Packen und dann gehts auf zu unserem Heim für die kommenden fünf Monate in Morgantown. Bin schon sehr gespannt! Bis bald!

Freitag, 1. August 2008

Packen...

...zählt zu den eher lästigeren Sachen. Außerdem haben wirs so lang nach hinten geschoben, dass es dann auch schon ein bisschen lästig wurde. Und nachdem wir das Zimmer während unseres Aufenthaltes in den USA an jemand anderen weitergeben musste unser ganzes Zeugs auch noch raus...

Rausgekommen sind ca. 100 kg Gepäck, das wir nach Amerika mitgenommen haben, eine Wagenladung voll zurück zu Doris Eltern und einen Lieferwagen voll heim zu meinen Eltern! pfoah!

Welcome to the states!

Ach die Zeitverschiebung... meine Armbanduhr zeigt gerade 5:55 (Ortszeit) an, der Laptop 11:55 (Ö-Zeit). Leider läuft mein Biorythmus immer noch synchron mit dem Laptop was bedeutet, dass ich seit bereits drei Stunden wach bin und schön langsam Mittagessen interessant wäre - dabei ist draußen die Sonne nicht mal aufgegangen und alle außer mir schlafen noch!

ZACK - der Jetlag hat zugeschlagen!

Aber gut - wenigstens hab ich jetzt genügend Zeit ein bisschen was über die Anreise und die Ankunft zu bloggen. Begonnen hat es am Mittwoch, wo wir die Koffer in Wien Mitte eingecheckt haben. Und obwohl drei von vier Gepäckstücken zu schwer waren (erlaubt sind max. 23 kg - der schwerste hatte 26 kg) und einer etwas zu groß, mussten wir keinen Aufpreis zahlen - nett, die Austrian!

Nach einem letzten gscheiten Frühstück bei Doris Eltern wurden wir von denen zum Flughafen gefahren (danke nachmal an Ingrid und Harry). Bordkarte hatten wir schon vom Tag zuvor, also gings relativ zügig an Bord. Unser Flugzeug war die Triple-Seven (Boeing 777). Der Vogel war ziemlich neu und echt angenehm - Gangsitze sind gold wert! Was auch Gold wert ist, sind Beziehungen. Doris ehemalige Klassenkameradin war nämlich zufällig Stewardess bei unserem Flug - und neben kurzweiliger Unterhaltung bietet das auch die Möglichkeit zu fragen, ob man nicht das Cockpit sehen kann - ... - man kann!


Die Einreise war danach überraschend einfach - nie länger als 5 Minuten warten und die Schalterbeamten waren auch recht nett - vier Stempel in den Pass rein und schon ist man legal in den Staaten. Das hätt ich mir schlimmer vorgestellt.

Im Flughafen wurden wir dann auch schon von Eric erwartet. Eine herzliche Begrüßung, ein kurzes Durchschnaufen als er die Ausmaße unserer Koffer sah und eine geschwinde Beladung seines Volvos später, konnten wir auch schon das machen, worauf sich die Doris seit langem gefreut hat. Crispy-Cream-Donuts kaufen! Übers Einkaufen und so weiter muss ich dann ohnehin mal ein eigenes Post machen...

Danach gings zum Haus seiner Familie, wo wir jetzt mal bis Sonntag bleiben werden. Die Familie wohnt in einem besseren Viertel in einer eher wohlhabenden Gegend. Das Haus ist dementsprechend beeindruckend. Drei bewohnbare Geschoße, ziemlich viele Fernseher und ein Mords-Kühlschrank (gut gefüllt auch noch ;) und selbsverständlich eine Klimaanlage. Hier ein Foto von Eric und seiner Schwester Anna:

Am Abend gabs dann noch Pasta (von Barilla) und ein Glaserl Wein. Und nun ja, ein paar Stunden später war ich dann schon wieder wach.

Heute gehts auf jeden Fall mal in ein Einkaufszentrum - es gibt einige Sachen, die wir brauchen. Und vielleicht fahren wir ja auch gleich ins Zentrum von Waschington DC.

Bis bald!